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Seit über 30 Jahren entwickelt Chiesi Arzneimittel für die Atemwegstherapie. Patienten mit Asthma oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) können dank moderner Therapien ihr Leben wieder aktiver und selbstbewusster gestalten. Denn Atmen ist Leben.

ASTHMA

Asthma zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsene und ältere Menschen erkranken immer öfter daran. In Deutschland leiden etwa zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen sowie fünf Prozent der Erwachsenen an Asthma.[1] Weltweit sind es nach Schätzungen der WHO ca. 235 Millionen Menschen.[2]

 

Als chronisch-entzündliche Erkrankung mit ausgeprägter Überempfindlichkeit der Atemwege sind für Asthma wiederkehrende, anfallsartige Symptome wie Atemnot, Husten, Keuchen und ein Engegefühl in der Brust typisch. Die Symptome treten oft nachts und in den frühen Morgenstunden auf und hängen stark von der Schwere der Erkrankung ab.

 

Neben einer genetischen Veranlagung können die Ursachen für Asthma, die u.a. zu Schleimhautschwellungen, Verengung der Atemwege und vermehrter Produktion von Schleim führen, sehr verschieden sein. Es wird zwischen allergischem (extrinsischem) und nicht-allergischem (intrinsischem) Asthma unterschieden.

 

Häufigste Auslöser für das allergische Asthma, das vor allem bei Kindern und Jugendlichen diagnostiziert wird, sind Pollen, Nahrungsmittelbestandteile, Tierhaare oder Milbenkot.

 

Das nicht-allergische Asthma, das vor allem bei Erwachsenen auftritt, kann durch unspezifische Reize wie Kaltluft ausgelöst werden, es spielen aber auch Umweltverschmutzung, Zigarettenrauch oder virale Infektionen der Atemwege eine wichtige Rolle.

 

Neben diesen beiden Asthmaformen gibt es aber auch Mischformen, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen, medikamentös induziertes Asthma (beispielsweise durch Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure) oder Belastungsasthma. Ebenso begünstigen Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht die Entstehung von Asthma.

 

[1] http://www.lungeninformationsdienst.de

[2] http://www.who.int , abgerufen am 30.3.2015.

 

 

 

COPD

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease), wird zu den häufigsten Erkrankungen gezählt. Weltweit sind ca. 340 Millionen Menschen  betroffen.[1]

 

Man geht davon aus, dass in Deutschland ca. fünf bis zehn Prozent der Erwachsenen über 40 Jahren an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung leiden.[2] In den nächsten Jahren könnten aufgrund des erhöhten Tabakkonsums  – vor allem in der weiblichen Bevölkerung  –  aber auch durch vermehrte Innenraum-Luftverschmutzung durch Kochen und Heizen in Entwicklungsländern die Erkrankungszahlen weltweit weiter ansteigen. In der Statistik der häufigsten Todesursachen rangiert die COPD derzeit auf Platz vier.[3]

 

Unter dem Oberbegriff chronisch obstruktiver Lungenerkrankungen wird eine Reihe von Erkrankungen der Lunge zusammengefasst. Zu ihnen zählt auch die chronische Bronchitis, eine sehr häufige Erkrankung, die definiert ist als „Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens drei Monaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren" (Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die chronische Bronchitis geht häufig in eine chronisch obstruktive Bronchitis über, die in einer Vielzahl der Fälle mit einem Lungenemphysem, einer Überblähung der Lunge, in Verbindung steht.

 

  Klassische Symptome einer COPD sind:

  • Atemnot (anfangs nur bei körperlicher Anstrengung, im Verlauf der Erkrankung jedoch auch im Ruhezustand)
  • Husten (vor allem in den Morgenstunden)
  • Auswurf (vermehrte zähe Schleimbildung)  

Diese Symptome werden auch als AHA-Symptome bezeichnet und beginnen meist schleichend über Jahre hinweg.

 

Zu den Risikofaktoren für die Entstehung einer chronisch obstruktiven Bronchitis zählt u.a. das jahrelange Tabakrauchen. Ca. 90 % aller an einer COPD Erkrankten sind aktive Raucher oder haben in der Vergangenheit geraucht. Zunehmend werden auch Umweltfaktoren und erbliche Veranlagungen als Risikofaktoren diskutiert.

 

[1] http://www.lungeninformationsdienst.de, abgerufen am 9.7.2015.

[2] http://www.lungeninformationsdienst.de, abgerufen am 9.7.2015.

[3] http://www.who.int, abgerufen am 30.3.2015.

 

 

 

THERAPIE

Bei Asthma

 

Asthma lässt sich heute Dank der modernen Medizin gut behandeln, sodass die Patienten ihr Leben annähernd beschwerdefrei meistern können.

 

Neben der Vermeidung von Auslösern der Erkrankung (soweit dies im Alltag möglich ist), stellt die Therapie mit Inhalationsmedikamenten (z.B. Kortikosteroide oder Betamimetika) eine wichtige Säule in der Behandlung des Asthmas dar.

 

Medikamente, die hier zum Einsatz kommen, wirken zum einen der Verengung der Atemwege entgegen und lindern so die Atemnot, zum anderen hemmen sie die Entzündung in den Bronchien.

 

Bei COPD

 

Zur Therapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung zählt neben der strikten Vermeidung von Auslösefaktoren (z.B. Tabakrauchabstinenz), Bewegungs- und Atemwegstherapien auch die medikamentöse Therapie. Diese umfasst, ähnlich wie beim Asthma, die inhalative Therapie mit sogenannten Bronchodilatatoren (Anticholinergika bzw. Beta-2-Sympathomimetika), die die Bronchien erweitern und so die Atemnot lindern. Um Entzündungen in den Atemwegen entgegenzuwirken, kommen Kortikosteroide zum Einsatz. Beide Medikamentengruppen werden auch in Kombination als Dosieraerosol oder Pulverinhalator eingesetzt.

 

Bei sehr schweren Verlaufsformen der Erkrankung, z.B. bei Ateminsuffizienz (unzureichende Atmung mit Folge mangelhafter Versorgung des Körpers mit Sauerstoff), kommen Therapien wie die Sauerstoffzufuhr über eine Nasensonde zum Einsatz. Auch endoskopische oder chirurgische Eingriffe (Lungenventile, Lungentransplantation) kommen als Behandlungsmöglichkeiten für einige Patienten infrage. 

Gegenwart und Zukunft

 

Wir wollen Patienten mehr als nur Medikamente bieten. Wir wollen ihnen auch hilfreiche Informationen rund um eine moderne, nachhaltige Therapie zur Verfügung stellen. Damit wollen wir von Asthma Betroffene dabei unterstützen, ein möglichst beschwerdefreies Leben zu führen – auch beim Sport oder auf Reisen, vom Frühling bis zum Winter.

 

Chiesi wird auch in Zukunft im Bereich Atemwegserkrankungen forschen, um weitere Wege zu finden, Patienten zu helfen. Wir arbeiten zudem an neuen Therapielösungen, damit die Medikamente von den Betroffenen besser inhaliert und vom Körper optimal aufgenommen werden können.

 

Weitere Informationen im Internet

Mehr zum Thema „Asthma“, z.B. Verhalten bei Notfällen oder Aufbau der Lunge, finden Sie auf www.asthmaexperte.de