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Ratgeber Transplantation

Patienten mit einem Spenderorgan haben häufig Fragen, wie sie ihre neue Normalität im Alltag gestalten können. Wir möchten Ihnen mit vier Informationsbroschüren dabei helfen, Ängste und Sorgen abzubauen. Hier können Sie die Broschüren kostenlos herunterladen.

 

Patienten mit einem Spenderorgan haben häufig Fragen, wie sie ihre neue Normalität im Alltag gestalten können. Wir möchten Ihnen mit vier Informationsbroschüren dabei helfen, Ängste und Sorgen abzubauen. Hier können Sie die Broschüren kostenlos herunterladen.

Reisen nach einer Organtransplantation

 

Worauf Patienten im Urlaub achten sollten

Nach der Transplantation und bei stabiler Funktion des neuen Organs sind Kurzreisen nach etwa einem halben Jahr möglich. Reiseziele, die weiter entfernt liegen, können Patienten nach rund einem Jahr in Betracht ziehen.

 

Beim Planen einer Fernreise sollten Patienten darauf achten, in ein Land mit guter medizinischer Versorgung zu reisen. Tropische Länder, in denen bestimmte Medikamente zum Beispiel zur Malaria-Prophylaxe eingenommen werden müssen, sollten sie meiden. Allgemein werden Reisen in gemäßigte Klimazonen empfohlen. Patienten sollten frühzeitig ihren behandelnden Arzt in ihre Reiseplanung einbinden.

 

Wichtig: Die immunsuppressiven Medikamente schwächen das Immunsystem. Infektionen durch Insektenstiche oder andere Quellen breiten sich in einem abwehrgeschwächten Körper schneller aus und sind zum Teil schwerer beherrschbar. Ein Schutz vor vermeidbaren Infektionen ist daher unerlässlich.

 

Lebensmittel

In einigen Ländern besteht die Gefahr, dass über das Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel Infektionen übertragen werden können. Der sicherste Weg, diese zu vermeiden ist es, die Lebensmittel zu kochen, Obst und Gemüse zu schälen und auf einige Nahrungsmittel zu verzichten. Dazu gehört generell – im Urlaub wie zu Hause – der absolute Verzicht auf Grapefruit und Grapefruitsaft. Sie enthalten einen Inhaltsstoff, der die Verstoffwechselung von Immunsuppressiva stark beeinflusst.

 

Insektenschutz/Reiseimpfung

Um sich vor Insektenstichen zu schützen, ist helle Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt, empfehlenswert. Tagaktive Mücken reagieren eher auf dunkle Objekte. Weitere Maßnahmen:

  • Für unbedeckte Haut moskitoabweisende Mittel (Repellents) in ausreichender Menge auf die Haut auftragen. Häufig (nach 2 bis 4 Stunden) nachcremen, der Schutz nimmt nach einiger Zeit bedingt durch Schweißbildung ab.
  • Fliegengitter vor den Fenstern und Moskitonetze über dem Bett anbringen.

 

Je nach Reiseland sind Impfungen gegen Tollwut, Cholera, Typhus, Meningokokkeninfektionen und eventuell Gelbfieber notwendig. Kliniken, Ärzte und Tropeninstitute informieren gezielt über die notwendigen Impfungen.

 

Dokumente und Reiseunterlagen

Für manche Länder benötigen Patienten ein Attest über Diagnose(n) und Medikamente (in der Sprache des Ziellandes). Alle Dokumente müssen unterschrieben und gestempelt sowie mit Namen und Reisepass-Nummer versehen sein. Nützlich ist der Hinweis: „Zum persönlichen Gebrauch, kein kommerzieller Nutzen“.

 

Zu empfehlen sind ferner:

  • ein Flugticket mit variablem Rückflugdatum
  • eine Reiserücktritts- und Auslandskrankenversicherung

 

Sonstiges

  • Information über die nächstgelegene Klinik, die Blutspiegelbestimmungen durchführen kann
  • Desinfektionsmittel, Thermometer, sterile Tupfer, Pflaster, Einwegspritzen und Kanülen, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF >30)
  • Möglichst wenig Aufenthalt im Freien, vor allem aber direkte Sonneneinstrahlung meiden
  • Adressen/Telefonnummer deutschsprachiger Ärzte bzw. Krankenhäuser
  • Kühltasche mit Medikamenten im Handgepäck