Wichtig ist, dass Asthma früh erkannt, sachgerecht diagnostiziert und frühzeitig adäquat behandelt wird, um Schädigungen der Atemwege durch die chronische Entzündungsreaktion rechtzeitig entgegen zu wirken.
Dass ein Asthma vorliegen könnte, ist bei Beschwerden von Luftnot wahrscheinlich, wenn entsprechende Erkrankungsfälle bei nahen Angehörigen bekannt sind. Denn wie viele andere Krankheiten, die mit einer genetischen Veranlagung einhergehen, so kommt auch das Asthma oft familiär gehäuft vor.
Beim Verdacht auf ein Asthma bronchiale wird der Hausarzt den Patienten in aller Regel an einen Lungenfacharzt, einen Pneumologen, überweisen. Anhand verschiedener Untersuchungsverfahren wird dieser die Diagnose erhärten oder widerlegen.
Das wichtigste Untersuchungsverfahren ist dabei die Lungenfunktionsprüfung mit einem sogenannten Spirometer. Der Patient atmet dazu tief ein, hält die Luft kurz an und atmet dann in ein Messgerät aus, welches aufzeichnet, wie viel Luft ausgeatmet wird. Der ermittelte Wert wird als Vitalkapazität bezeichnet. Er charakterisiert die Luftmenge, die ausgeatmet werden kann, und dient als Vergleichswert bei späteren Untersuchungen. Beim Gesunden liegt die Vitalkapazität bei 4,6 bis 6 Litern, beim Asthmatiker ist sie geringer.
Es wird ferner die sogenannte Sekundenkapazität bestimmt. Das ist die Menge an Luft, die der Patient in der ersten Sekunde ausatmen kann. Beide Werte geben direkt Hinweise darauf, ob Asthma vorliegt oder nicht. Im Zweifelsfall wird die Untersuchung wiederholt, nachdem der Patient ein Betamimetikum, also einen Wirkstoff, der die Bronchien erweitert, eingeatmet hat. So lässt sich feststellen, ob vor der Einatmung des Medikamentes tatsächlich eine Verengung der Bronchien vorlag.
Eine weitere Untersuchungsmethode ist die so genannte Ganzkörper-Plethysmographie, bei der der Patient in einer kleinen geschlossenen Kabine Platz nimmt und ruhig ein- und ausatmet, wobei automatisch der Widerstand in den Bronchien bestimmt wird.
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